Referent: Dr. Helmut Müller- Enbergs
Samstag, 25.06. 2011, 19.00 hct im Studentenhaus Lynarstrasse

Herr Dr. Helmut Müller-Enbergs referiert über die inoffiziellen Mitarbeiter in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Er beschreibt Auswahl und Rekrutierung, Vorgehensweise und Ergebnisse der geheimpolizeilichen und nachrichtendienstlichen Arbeit.

Nach Erkenntnissen der Stasi-Unterlagen Behörde waren allein in Westdeutschland 12.000 Stasi- Mitarbeiter tätig. Die Hälfte von ihnen wurde von der Auslandsspionageabteilung HVA geführt, deren Akten 1989/90 vernichtet worden sind. Die Akten der übrigen 6000, zu denen Kurras gehörte, hatten andere Stasi-Abteilungen angelegt und lagern noch in der Stasi-Unterlagen Behörde. Bislang sind wenige
Hundert öffentlich bekannt worden. Mit Überraschungen ist also noch zu rechnen.

Der neue Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn, 57, sieht auch 20 Jahre nach Einrichtung der Stasi-Unterlagen-Behörde das Interesse an der Akteneinsicht ungebrochen. 111 Kilometer Geheimdienst-Akten lagern in den Archiven der BStU. Insgesamt 6.574.359 Anträge und Ersuchen gingen bis Ende 2010 ein, davon rund 2,75 Millionen von Bürgern auf Auskunft, Akten-Einsicht und Herausgabe.

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