Landsmannschaft Preußen Berlin

Bericht Coburg 2011


iaB Schneiders Bericht zu Coburg 2011. 
 
Die Aktivitas reiste in diesem Jahr mit zweieinhalb Geschwadern nach Coburg. IaB Walther nahm in seinem Auto eine Hälfte der Aktiven mit, die andere Hälfte reiste zusammen mit aB Mars an. Nur wenige Aktive konnten auf Grund von universitären Verpflichtungen die Reise nicht antreten. IaB Höning reiste aus Heidelberg an und ich selbst hatte das Vergnügen in einem völlig übermotorisierten Sportwagen aus Aachen anzureisen, nachdem die Autovermietung mir angesehen hat, dass ich verzweifelt und mittellos bin, sodass unerwartet eine Aufwertung meines Status erfolgte. Zuverlässig wie jede Aktivitas  - denn dafür sind wir da -  kam die unsere auch zu spät zum Goldkartellconvent am Freitagnachmittag. Da auch andere Bünde es nicht allzu genau mit der Zeit nahmen, konnte der Convent nicht stattfinden, da keine Beschlussfähigkeit zu Stande kam. Ein guter Start!
 


Als ich nach drei Stunden Stauaufenthalt zwischen Köln und Frankfurt Coburg spät erreichte, konnte ich nur noch wenige Preußen in der „Goldenen Traube“ beim ausklingenden Begrüßungsabend antreffen. Die meisten Nasen waren bereits gerötet, die Stimmung gelassen und die Gespräche geprägt von der eventuell bevorstehenden Verantwortung des Präsidiums im CC. Im Grunde habe ich mich den ganzen Tag schon auf den Verzehr mehrerer Fettschläuche am Marktplatz gefreut, sodass ich mir die Anwesenden Füxe genommen habe, um mit ihnen eine Wurst zu essen – denn alleine isst man nicht, das macht hässlich!

Mein erster Coburgabend verklang sachte, mit einigen weiteren Fettschläuchen, einer Spezi und einer Heimfahrt zu AH Reißigers Ansitz, der ebenfalls meine Mittellosigkeit erkannt hatte und mir demnach bei sich Obdach gewährte. Nicht jeder Aktive verlebte einen so sachten Ausklang, sodass am kommenden Morgen die eine oder andere Erzählung aus der nächtlichen Turnhalle für Lachen in den Gesichtern sorgte.
 


 In der Turnhalle mussten die Aktiven übrigens schlafen, weil sie versäumt hatten sich rechtzeitig anzumelden – wenn schon planlos, dann richtig!

Am Gemeinsamen Convent, in einer neuen Konstante in der Nähe des Marktplatzes, erfuhren wir dann offiziell vom eventuell bevorstehenden Präsidium. Zudem sorgte die Ankündigung, die Damenverbindung Lysistrata  in naher Zukunft als Mitbewohner auf dem Haus begrüßen zu dürfen, für Freude unter den Aktiven. Es folgte ein wunderbarer Nachmittag auf dem Anwesen von AH Pohle, der traditionsgemäß zum Grillen auf der Pferdefarm einlud. Die Aktivitas ist sehr dankbar für diese Nachmittage und sieht sie nicht als selbstverständlich an, deswegen an dieser Stelle erneut ein herzliches Dankeschön an AH Pohle für die wunderbaren Momente. Noch auf der Pferdefarm konnte ich für die Aktiven die Präsidentensuite im Ernestinum organisieren, da die erste Nacht in der Turnhalle doch an den Kräften der Aktiven nagte, sodass sich die Landsmannschaft Pomerania sofort bereit erklärte, Platz in ihrem Gemach für uns zu machen. Das ist Kartellfreundschaft.


Den Samstagabend verbrachte ich mit den Pommern auf dem CC-Ball, wobei der Rest der Aktivitas sich spontan dazu entschied, AH Reißiger zu besuchen. Als ich spät abends nach Hause kam, traf ich den fröhlichen iaB Walther, aB Sikarulidze und AH Reißiger zu einem (zehnten) Glas fränkischen Obstler an. AH Reißiger trauerte ein wenig seinem Schnaps- und Obstlerbestand nach, der in den vergangenen 4 Stunden – genauso wie der Wurst- und Käsebestand – kräftig an Substanz verlor. Der Rest der Aktivias war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder in Coburg. Der Teil der noch da war, sollte diese Nacht sehr tief schlafen und am nächsten Morgen erst sehr spät aufstehen….

Der Sonntag begann mit dem Frühshoppen in Seßlach. Kräftiges Bier und fettes Essen sind genau das, was den Salat verwöhnten Preußen in den Morgenstunden reizt! Nach einem Spaziergang durch den Flohmarkt und einigen Gesprächen mit wieder gesehenen Alten Herren, brachen wir unsere Zelte in Seßlach ab und machten uns auf den Weg zu AH Steinbrückner, der zum Festmahl bei sich zu Hause einlud. Und wieder galt es wunderbar unter Beisein der beiden Huskydamen und der Karpfensammlung im steinbrücknerischem Gartenteich, zu essen und zu trinken. Die Grillkünste von „Steinix“ sind im Kreise der Aktivitas bereits berüchtigt! Auch hier gilt unser Dank dem Gastgeber und seinen Helfern, die uns einen fantastischen Nachmittag schenkten.


 
Der am Sonntagabend stattfindende Goldkartellabend war gut besucht! So gut, dass gut ein Drittel der Gäste vor der Feste campierte, was auf Grund des sehr guten Wetters aber zumutbar war. Grund war die Landsmannschaft Pomerania, die als Präsidierende mit einem ganzen Mannschaftsbus von Alten Herren einreiste, was den Goldkartellvorsitz aus München sichtlich unter Druck setzte. Der Abend fand dennoch einen würdigen Abschluss und endete mit der einen oder anderen neuen Bekanntschaft im Kreise der Aktiven.

Die größte Neuheit in diesem Jahr war das Totengedenken, dass Erstmalich als Gottesdienst ausgetragen wurde. Sinn und Zweck der Aktion bestand darin, uns ein wenig mehr Luft zu den Demonstranten zu schaffen, was beispiellos funktionierte! So sangen wir brav unsere Kirchenlieder und horchten einer außerordentlich guten Trauerrede der Präsidierenden, die jeder der Aktiven unterzeichnet hätte. Der Festcommers am Abend verlief nach Routine, den anschließenden Fackelzug führten die Preußen als Vorsitz des OCC an, schließlich musste das lästige Aachen mit seinem Doppel-A in diesem Jahr an anderer Stelle marschieren.


 
Meine Ausführung endet mit dem abschließendem Abendessen in der neuen Konstante am Montagabend nach dem Fackelzug. Zu Rehrücken und Kartoffelklößen ging ein anstrengendes, Ereignisreiches und ebenso schönes Wochenende zu ende. Dank an die Alten Herren die unsere Essen übernommen haben, Dank an alle Alte Herren die den Weg nach Coburg gefunden haben. Es war schön Euch wieder zu sehen und ich hoffe wir schaffen es auch nächstes Jahr wieder.

Ich esse jetzt mein Marmeladenglas auf, dass mir AH Schmidt in Coburg geschenkt hat und kann Euch so, mit einem süßen Beigeschmack, die besten Grüße senden.

Im Namen der Aktivitas, Euer
Dorian Z!Z!